|BMBF-Fördermaßnahme〉 Enabling Start-up – Unternehmensgründungen in den Quantentechnologien und der Photonik

Gegenstand ist die Förderung von vorwettbewerblichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten aus dem Bereich der Quantentechnologie und der Photonik, mit dem Ziel die Grundlagen für eine Gründung bzw. die frühe Phase von Start-ups nach der Gründung zu verbreitern. Vorrausetzung ist, dass die Ergebnisse aus aktueller Forschung durch die bereits erfolgte oder kurz bevorstehende Unternehmensgründung in Richtung einer Anwendung gebracht werden. Die Zielanwendung, ihre Überführung dahin und die wirtschaftliche Verwertung müssen klar definiert sein.

Die Förderung erfolgt im Rahmenvon zwei Modulen:

Pilotmodul

Das optionale Pilotmodul erlaubt es, wissenschaftlich-technische Fragestellungen in den Quantentechnologien und der Photonik vor einer Ausgründung im Labormaßstab zu bearbeiten. Vor der Ausgründung aus einer Hochschule oder Forschungseinrichtung können in diesem Rahmen nachdem ersten wissenschaftlichen Funktionsnachweis für eine Dauer von bis zu 18 Monaten ein anwendungsgetriebener Proof-of-Principle der Technologie sowie weitere notwendige, wissenschaftlich-technische Machbarkeitsnachweise erbracht werden. Diese sind am Bedarf einerspäteren Anwendung auszurichten. Im Pilotmodul sollen die Grundlagen für die Förderung in einem anschließenden Hauptmodulgeschaffen werden.

Die entsprechenden Arbeiten werden im Rahmen von Einzelvorhaben an einer Forschungseinrichtung gefördert. Konzeptionelle Planungen für den Übergang zu den marktorientierteren, jedoch vorwettbewerblichen Tätigkeiten im Hauptmodul sind vor Beginn des Pilotmoduls erforderlich.

Hauptmodul

Vorgesehen ist die Förderung von Start-ups oder ein Verbund aus Start-ups und einer Hochschuleoder Forschungseinrichtung. Abhängig vom konkreten technologischen Ansatz kann dabei ein Systemintegrator oder ein potenzieller Anwender in angemessener Weise in den Verbund eingebunden werden. Im Rahmen der 36-monatigen Förderung wird bedarfsorientierte vorwettbewerbliche Forschung in den Quantentechnologien und der Photonik mit dem Ziel einer zunehmenden Marktorientierung und dem Transfer des technologischen Ansatzes in Richtung einer Anwendung gefördert. Die konkrete Ausarbeitung der Geschäftstätigkeit und die Gründung des Start-ups muss vor dem Beginn des Hauptmoduls erfolgtsein. Letzteres kann zum Beispiel im Rahmen einer EXIST-Förderung während oder nach dem Pilotmodul geschehen.

Über die Förderung der vorwettbewerblichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten hinaus, soll die Einbettung des Start-ups in das jeweilige Forschungsumfeld erreicht werden. Eine Positionierung und fortlaufende Vernetzung des Start-ups in einem geeigneten Innovationsökosystem auch jenseits des Projekts wird erwartet. Dazu zählen beispielsweise die Kooperation mit geeigneten gründungsunterstützenden Partner-Institutionen sowie Investoren oder die Einbindung in ein Inkubationsumfeld bzw. in ein wissenschaftliches wie geschäftliches Netzwerk.

Je nach Forschungsbedarf des spezifischen Themas ist dabei eine Förderung des Start-ups im vorwettbewerblichenEinzelvorhaben oder die Zusammenarbeit von bis zu drei Partnern im Verbund möglich.

Gefördert werden vorwettbewerbliche Vorhaben im Bereich Quantentechnologien und Photonik. Dabei werden beispielhaft folgende Themen mit einbezogen:

  • Schlüsselkomponenten für die Quantentechnologien
  • innovative Sensorkonzepte – beruhend auf Optik oder auf Quantenphänomenen
  • Algorithmen für das Quantencomputing und die Quantensimulation
  • neue Ansätze zur optischen Bildverarbeitung
  • Organische Elektronik
  • neuartige Strahlquellen
  • Photonik in Medizintechnik und Lebenswissenschaften

Diese Liste ist nicht als vollständig anzusehen. Unabhängig vom konkreten Themenfeld ist zwingend erforderlich, dass der überwiegende Teil der später angestrebten Verwertung durch das beteiligte Start-up erfolgt.

Weiter Infos finden Sie in der Bekanntmachung.

Einreichungsfrist: durchgehend bis 31. Dezember 2021.

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